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Die Söhne Mannheims bei einem Live-Auftritt in Kiel 2011

Timo Büschleb, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Bluttat in Küstenort Robin’s Bay

Der frühere Sänger und Rapper der Söhne Mannheims, Marlon B., ist nach übereinstimmenden Berichten jamaikanischer Medien bei einem bewaffneten Überfall ums Leben gekommen. Der 60-Jährige soll am Mittwoch, dem 9. September, in seiner eigenen Bar in Robin’s Bay, einer kleinen Küstengemeinde im Norden der Karibikinsel, erschossen worden sein. Insgesamt kamen bei dem Vorfall drei Männer gewaltsam zu Tode.

Bewaffnete Männer stürmten die Bar

Nach Angaben der örtlichen Polizei fuhren am Nachmittag gegen 16.40 Uhr mehrere bewaffnete Personen mit einem Fahrzeug vor dem Lokal vor, betraten es und eröffneten das Feuer. Neben dem mutmaßlichen Musiker wurden demnach ein 22-jähriger Mann im Inneren der Bar sowie ein 42-jähriger Mann vor dem Gebäude erschossen. Die Angreifer konnten nach der Tat unerkannt flüchten, eine Spur von ihnen fehlt bislang. Über das Motiv der Tat gibt es derzeit keine gesicherten Erkenntnisse. Für die üblicherweise als ruhig geltende Gemeinde Robin’s Bay stellt der Vorfall ein außergewöhnliches und erschütterndes Ereignis dar.

Ermittlungen der jamaikanischen Polizei laufen

Die zuständige Mordkommission der Region St. Mary hat die Untersuchung des Falls aufgenommen. Die Behörden riefen Zeuginnen und Zeugen dazu auf, sich zu melden, sollten sie den Angriff oder das beteiligte Fahrzeug beobachtet haben. Einem Bericht der jamaikanischen Tageszeitung Jamaica Gleaner zufolge wird der getötete Barbetreiber mit vollem Namen als Marlon James geführt; als weitere Todesopfer werden ein 42-jähriger sowie ein 22-jähriger Mann aus der Region genannt.

Söhne Mannheims erfuhren über Radiosender von der Nachricht

Ein Sprecher der Söhne Mannheims teilte gegenüber dem Sender RTL mit, die Band habe die Information über den jamaikanischen Radiosender IRIE FM erhalten und stufe sie als glaubwürdig ein. Eine endgültige, offizielle Bestätigung durch die Familie des Musikers lag zum Zeitpunkt der ersten Berichterstattung jedoch noch nicht vor, da der Kontakt zu den Angehörigen zunächst nicht hergestellt werden konnte. Auf den Social-Media-Kanälen der Gruppe war vorerst keine offizielle Stellungnahme zu finden.

Jamaikanische Wurzeln prägten den Sound der Band

Marlon B. gehörte zur wechselnden Besetzung des 1995 gegründeten Musikerkollektivs Söhne Mannheims und brachte über viele Jahre hinweg Reggae- und Patois-Elemente in den stilistisch breit gefächerten Sound der Gruppe ein. Bereits auf dem im Jahr 2000 erschienenen Debütalbum „Zion“ war er mit Rap-, Hip-Hop- und Reggae-Parts vertreten. Auch auf dem 2009 veröffentlichten Album „Iz On“ war er fest im musikalischen Kosmos der Band verankert. Berichten zufolge verließ er die Gruppe im Jahr 2017. Im Anschluss zog es ihn zurück in die Karibik, wo er sich in Robin’s Bay niederließ und dort eine Bar betrieb.

Bestätigung durch Angehörige stand zunächst aus

Ein deutscher Journalist, der den Musiker persönlich kannte, äußerte sich in sozialen Medien betroffen über die Nachricht und erinnerte an gemeinsame Zusammenarbeit bei einem Musikvideo. Eine zweifelsfreie, offizielle Identifikation des Barbesitzers mit dem ehemaligen Bandmitglied lag zum Zeitpunkt der ersten Meldungen allerdings noch nicht vor, auch wenn mehrere Medien übereinstimmend von einer Personenidentität ausgingen.

Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de

Quellen: Rolling Stone, Blick, Heute.at, Promiflash, RTL, Jamaica Gleaner

 

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Von Franz Lemmler

Franz Lemmler agiert als Autor, Redakteur und Webmaster dieser Website. Neben seiner redaktionellen Arbeit ist er Gründer und CEO von Xenopolias, dem Xenolandia Grid, Radio Xenolandia und JazzVortex.

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