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2018 Burning Man

BLM Nevada, Public domain, via Wikimedia Commons

Das legendäre Wüstenfestival Burning Man ist in dieser Woche zu Ende gegangen, doch der Ausklang der diesjährigen Ausgabe verlief alles andere als feierlich. Anlässlich des 40. Jubiläums versammelten sich mehr als 60.000 Menschen in der Black Rock Wüste, rund 190 Kilometer nördlich von Reno, Nevada, um erneut eine temporäre Stadt aus Kunst, Musik und Gemeinschaftssinn zu errichten. Überschattet wurde das Jubiläum jedoch vom Tod dreier Teilnehmer, die die Veranstaltung nicht lebend verließen.

Ein Fest mit langer Tradition

Seit seinen bescheidenen Anfängen am Baker Beach in San Francisco im Jahr 1986 hat sich Burning Man zu einem international bekannten Kulturphänomen entwickelt. Was einst als kleine, subkulturelle Zusammenkunft von Künstlern begann, zieht heute Menschen aus aller Welt an, darunter zunehmend auch Vertreter der Technologiebranche. In diesem Jahr stand die Veranstaltung unter dem Motto „Axis Mundi“ und erstreckte sich vom 30. August bis zum 7. September. Wie gewohnt gipfelte das Programm in der traditionellen Verbrennung einer rund zwölf Meter hohen Holzfigur in der Abschlussnacht.

Drei Todesfälle binnen weniger Tage

Bereits am 3. September wurde ein Teilnehmer mittleren Alters, der später als Sampson Tshombe identifiziert wurde, reglos auf einer der Straßen der temporären Stadt aufgefunden. Trotz sofortiger Reanimationsversuche konnte er nicht gerettet werden. Nur zwei Tage später entdeckten Mitcamper einen weiteren Teilnehmer, einen 60-jährigen Mann, leblos in seinem Zelt. Ein dritter Todesfall wurde schließlich am letzten Veranstaltungstag bekannt: Ein 51-jähriger Besucher aus Kalifornien erlitt einen medizinischen Notfall und verstarb während des Transports in ein Krankenhaus in Reno. Die zuständigen Behörden in Pershing und Washoe County erklärten übereinstimmend, dass in keinem der drei Fälle bislang ein Fremdverschulden vermutet wird. Endgültige Ergebnisse zu den Todesursachen sollen erst nach Abschluss der Obduktionen und toxikologischen Untersuchungen vorliegen.

Ungewöhnlich hohe Zahl an Vorfällen

Der zuständige Sheriff von Pershing County wies darauf hin, dass im statistischen Mittel jährlich mit etwa einem Todesfall auf dem Festivalgelände zu rechnen sei. Drei Todesfälle innerhalb einer einzigen Ausgabe stellten damit eine deutliche Abweichung von der Norm dar. Seit der Verlegung des Festivals von San Francisco in die Wüste Nevadas im Jahr 1990 wird die Gesamtzahl der mit der Veranstaltung in Verbindung stehenden Todesfälle mittlerweile auf rund ein Dutzend geschätzt. Die meisten früheren Fälle gingen auf Unfälle, Drogenüberdosierungen, Suizide oder bestehende gesundheitliche Vorerkrankungen zurück. Im vergangenen Jahr hatte zudem erstmals ein gewaltsamer Todesfall die Veranstaltung erschüttert, als ein russischstämmiger Erstteilnehmer in der letzten Nacht erstochen aufgefunden wurde.

Sicherheitsfragen und weitere Vorkommnisse

Neben den Todesfällen berichteten Ordnungskräfte während der einwöchigen Veranstaltung auch von mehreren Dutzend Festnahmen im Zusammenhang mit Drogenhandel. Zusätzlich gingen Hinweise auf mutmaßlich manipulierte Getränke ein, denen die Behörden nachgehen. Die Organisatoren von Burning Man betonten in offiziellen Stellungnahmen wiederholt, dass die Sicherheit und das Wohlergehen der Gemeinschaft sowie des Personals oberste Priorität hätten.

Ein wandelndes Publikum

Beobachter verweisen zudem auf einen langfristigen demografischen Wandel innerhalb der Besucherschaft. Laut Erhebungen, die im Rahmen der jährlichen Zählung in Black Rock City durchgeführt werden, ist der Anteil jüngerer Teilnehmer in den vergangenen zehn Jahren spürbar zurückgegangen, während der Anteil älterer Besucher in ihren Vierzigern und Fünfzigern zugenommen hat. Diese Verschiebung wird von manchen als möglicher Faktor bei der Bewertung gesundheitlicher Risiken während der körperlich fordernden Wüstenbedingungen diskutiert.

Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de

Quellen: Global News, Rolling Stone, Rollingout, San Francisco Chronicle, Hollywood Life, Grand Pinnacle Tribune, Wikipedia

 

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