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Rick Springfield performing live at Barnes & Noble bookstore at The Grove L.A. shopping center in Los Angeles California on Friday May 9th, 2014. Rick was promoting and signing his new book "Magnificent Vibration". He performed four songs, including -- of course -- "Jessie's Girl". These shots were taken using a Nikon TC-20E (2X) AF-I teleconverter along with my usual Nikon D610 body and Nikon 70-200mm AF-S VR-NIKKOR f/2.8G lens... I was pretty far back, since the room was really packed.

Justin Higuchi from Los Angeles, CA, USA, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Ein Auftritt für die Truppen wird zum Albtraum

Rick Springfield ist weltweit vor allem für seinen Ohrwurm „Jessie’s Girl“ aus dem Jahr 1981 bekannt, mit dem er seinen internationalen Durchbruch feierte und der bis heute sein einziger Nummer-eins-Hit in den amerikanischen Charts geblieben ist. Weniger geläufig ist eine Episode aus seiner Jugend, die der heute 77-jährige Australier erst kürzlich in aller Offenheit wieder aufgriff. Im Jahr 1968 reiste der damals noch unbekannte Musiker im Alter von 17 beziehungsweise, je nach Quelle, 19 Jahren mit seiner damaligen Band nach Südvietnam, um dort während des Vietnamkriegs amerikanische und australische Soldaten zu unterhalten. Was als vermeintlich einträgliche Gelegenheit begann, entwickelte sich schnell zu einer lebensgefährlichen Erfahrung mitten im Kriegsgebiet.

Beschuss in der Nähe von Da Nang

Springfield berichtete, dass er und seine Bandkollegen mehrere Monate lang unter anderem in Saigon und Da Nang auftraten. Bei einem Aufenthalt in einem Marinestützpunkt in der Nähe der sogenannten Marmorberge geriet das Lager nachts unter Beschuss. Während seine Bandkollegen in den Schutzbunkern am Perimeter Zuflucht suchten, hielt sich Springfield eigenen Angaben zufolge in einer Funkbaracke auf. Von dort aus wurde er offenbar dazu aufgefordert, sich an der Verteidigung zu beteiligen und half mit, mehrere Mörsergranaten abzufeuern. Rückblickend beschrieb er diesen Moment als eine Art surreales Erlebnis, das sich für ihn wie eine Filmszene angefühlt habe, in der ihm als jungem Mann das tatsächliche Ausmaß seines Handelns nicht bewusst gewesen sei.

Die Nachricht am nächsten Morgen

Am folgenden Tag sei ihm mitgeteilt worden, dass einer der von ihm abgefeuerten Mörser einen Kämpfer der nordvietnamesischen Untergrundtruppen, des sogenannten Vietcong, getötet habe. Diese Information habe ihn nachhaltig geprägt, wie Springfield in einem aktuellen Gespräch mit dem Podcaster Joe Rogan schilderte. Er brachte zum Ausdruck, dass er bis heute Mühe habe, sich mit dem Gedanken abzufinden, für die Beendigung eines Menschenlebens verantwortlich gewesen zu sein, auch wenn sich das Geschehen im Kontext eines Krieges und unter Bedingungen ereignete, deren Tragweite er als Teenager kaum habe erfassen können. Nach eigener Aussage habe sich diese Erinnerung nie richtig einordnen lassen und wirke bis heute wie eine Erfahrung, die einer anderen Person an einem anderen Ort widerfahren sei.

Spuren, die bis heute nachwirken

Bereits in seiner 2010 veröffentlichten Autobiografie hatte Springfield das Erlebnis thematisiert und es als eine seiner dunkelsten und am schwersten zu verarbeitenden Erinnerungen bezeichnet. Auch in einem älteren Interview aus den 1990er-Jahren hatte er rückblickend eingeräumt, dass es eine äußerst unüberlegte Entscheidung gewesen sei, als Teenager in ein aktives Kriegsgebiet zu reisen. Sein familiäres Umfeld habe nach seiner Rückkehr Veränderungen an ihm bemerkt, etwa eine gewisse Schreckhaftigkeit und einen veränderten Gesichtsausdruck. Springfield beschreibt zudem, wie unpopulär der Krieg unter den einfachen amerikanischen Soldaten war, denen er damals begegnete, von denen viele selbst nicht genau hätten sagen können, weshalb sie sich in diesem Konflikt befanden.

Vom Kriegsschauplatz zum Weltstar

Rund 13 Jahre nach seiner Rückkehr aus Vietnam gelang Springfield mit dem Album „Working Class Dog“ der internationale Durchbruch. Die Single „Jessie’s Girl“ avancierte zum Millionenseller und verhalf ihm parallel auch zu einer Rolle als Schauspieler, unter anderem in der langjährigen Serie „General Hospital“, in der er den Arzt Dr. Noah Drake verkörperte. Die Erfahrungen aus seiner Jugend in Vietnam blieben davon jedoch, wie er selbst betont, völlig unberührt und stellen bis heute einen Teil seiner Biografie dar, über den er nur selten und mit sichtlichem Unbehagen spricht.

Aktuelle Auftritte in den USA

Rick Springfield bleibt auch weiterhin musikalisch aktiv und tourt regelmäßig durch die Vereinigten Staaten. Für die kommenden Wochen und Monate sind unter anderem Auftritte in Sunland Park in New Mexico, in Bossier City und Terrytown in Louisiana sowie in Des Plaines in Illinois angekündigt. Weitere Termine sollen im Laufe des Jahres noch bekanntgegeben werden.

Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de

Quellen: Yahoo Entertainment, Consequence, Billboard, NBC News, Fox News, HuffPost, WTHR, Wikipedia, Ultimate Classic Rock, Rick Springfield offizielle Webseite

 

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