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Musician Cheetah Chrome.

Abschied von einem Gründervater des Punk

Die US-amerikanische Punkszene trauert um einen ihrer prägendsten Musiker: Cheetah Chrome, Mitbegründer und Gitarrist der legendären Band Dead Boys, ist im Alter von 71 Jahren verstorben. Seine Bandkollegen bestätigten die traurige Nachricht am Sonntag über die sozialen Kanäle der Gruppe. Eine Todesursache wurde bislang nicht genannt.

Die Erklärung der Band

In einer gemeinsamen Mitteilung würdigten seine langjährigen Weggefährten den Musiker mit bewegenden Worten. Sie beschrieben ihn als ein echtes Original und als einen der Wegbereiter der Punkrock-Bewegung, dessen wilde Gitarrenriffs und mitreißende Energie die Musikszene nachhaltig verändert hätten. Über sein musikalisches Wirken hinaus sei Cheetah Chrome vor allem ein außergewöhnlich liebenswerter Mensch gewesen, der die Rock’n’Roll-Kultur mit ganzem Herzen gelebt habe. Die Band sprach der Familie, den Freunden und den Fans weltweit ihr tiefstes Mitgefühl aus, betonte, dass sein musikalisches Erbe auch künftige Generationen inspirieren werde, und bat in dieser schweren Zeit ausdrücklich um Respekt für die Privatsphäre aller Beteiligten.

Vom Cleveland-Underground zur Punk-Legende

Geboren wurde der Musiker als Eugene Richard O’Connor in Cleveland, Ohio. Seine musikalische Laufbahn begann er 1974 als Gitarrist der einflussreichen Underground-Formation Rocket From The Tombs, aus deren Umfeld später auch die Band Pere Ubu hervorging. Gemeinsam mit Sänger Stiv Bators und Schlagzeuger Johnny Blitz gründete er im Anschluss ein neues Projekt, aus dem schließlich die Dead Boys entstanden. Mit Bassist Jeff Magnum und Gitarrist Jimmy Zero komplettiert, zog die Band nach New York City und wurde rasch zu einem festen Bestandteil der Szene rund um den legendären Club CBGB.

Meilensteine mit den Dead Boys

1977 veröffentlichten die Dead Boys ihr Debütalbum „Young, Loud and Snotty“, das mit dem Titel „Sonic Reducer“ einen bis heute vielzitierten Punk-Klassiker hervorbrachte. Ein Jahr später folgte das zweite Studioalbum „We Have Come for Your Children“. Trotz eines Plattenvertrags bei einem großen Label löste sich die Band bereits 1979 auf. In den folgenden Jahrzehnten kam es immer wieder zu Reunion-Auftritten, unter anderem anlässlich des 40-jährigen Jubiläums im Jahr 2017, das mit einer Neuaufnahme des Debütalbums unter dem Titel „Still Snotty: Young, Loud and Snotty at 40“ begangen wurde.

Wirken abseits der Dead Boys

Nach dem Ende der Band blieb der Musiker aktiv und spielte unter anderem mit eigenen Formationen sowie als Session-Musiker, etwa auf einem Soloalbum von Ronnie Spector. Zudem tourte er zeitweise mit dem berüchtigten Punkmusiker GG Allin. 2003 belebte er Rocket From The Tombs mit einer neuen Besetzung wieder. Später ließ er sich in Nashville nieder, wo er als kreativer Leiter für das Label Plowboy Records tätig war. 2010 veröffentlichte er seine vielbeachtete Autobiografie, in der er sein Leben an vorderster Front der Punkbewegung schilderte. Einem breiteren Publikum wurde er zudem durch den Spielfilm über den Club CBGB bekannt, in dem eine bekannte Schauspielfigur ihn auf der Leinwand verkörperte.

Trauer in der Musikwelt

Der Tod von Cheetah Chrome reiht sich in eine Serie schmerzlicher Verluste innerhalb der Dead-Boys-Familie ein, deren ursprüngliche Besetzung bereits mehrere Mitglieder verloren hat. Fans und Weggefährten aus der internationalen Punkszene reagierten in den vergangenen Stunden mit zahlreichen Beileidsbekundungen. Der Musiker hinterlässt seine Ehefrau sowie seinen minderjährigen Sohn, die beide in Nashville leben.

Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de

Quellen: Louder, Variety, Blabbermouth, NME, Rolling Stone, Metal Injection, Consequence, LatestLY, Newsner

 

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Von Franz Lemmler

Franz Lemmler agiert als Autor, Redakteur und Webmaster dieser Website. Neben seiner redaktionellen Arbeit ist er Gründer und CEO von Xenopolias, dem Xenolandia Grid, Radio Xenolandia und JazzVortex.

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