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Tanzwut - the medieval-rockband

Neueinstieg auf Platz 13 für die Berliner Spielleute

Die Mittelalter-Rock-Institution Tanzwut hat mit ihrem aktuellen Studioalbum „Herz aus Stein“ einen Neueinstieg auf Rang 13 der offiziellen deutschen Album-Charts gefeiert. Für die Band um Frontmann Teufel ist die Platzierung ein weiterer Beleg dafür, dass ihre Musik auch nach mehr als einem Vierteljahrhundert Bandgeschichte ein breites Publikum erreicht. Das am 4. September 2026 über NoCut Entertainment veröffentlichte Werk ist bereits das 13. Studioalbum der Gruppe und reiht sich damit in eine lange Reihe kommerziell wie künstlerisch erfolgreicher Veröffentlichungen ein.

Ein Album zwischen Kälte und Menschlichkeit

Inhaltlich beschäftigt sich „Herz aus Stein“ mit der emotionalen Erstarrung unserer Gegenwart. Der Titeltrack greift dabei Motive aus Wilhelm Hauffs Märchen „Das kalte Herz“ auf und überträgt sie in eine Zeit, die von Leistungsdruck, digitaler Oberfläche und zwischenmenschlicher Distanz geprägt ist. Die Band selbst beschreibt das gut 54 Minuten lange Album als ehrliche Bestandsaufnahme statt als geglättete Rockplatte, zugleich aber auch als tröstende Umarmung für all jene, die sich in dieser kühlen Gegenwart verloren fühlen. Musikalisch bewegt sich das Werk zwischen tanzbaren, druckvollen Nummern und ruhigeren, nachdenklichen Momenten, wobei Dudelsack und Spielleute-Tradition weiterhin fester Bestandteil des Tanzwut-Sounds bleiben.

Video zu „Die Sänger singen noch“ auf Xenopolias

Besondere Aufmerksamkeit erhielt im Vorfeld des Albums die Single „Die Sänger singen noch“, die in einer erweiterten Fassung unter dem Namen „Tanzwut & Freunde“ erschien. Für diese Version versammelte Frontmann Teufel zahlreiche bekannte Stimmen der Szene, darunter Mitglieder von Saltatio Mortis, Subway to Sally, Mono Inc., Heldmaschine und Soulbound sowie die Sängerin Sotiria. Inhaltlich wirft der Song die Frage auf, welchen Platz echte Musikerinnen und Musiker in einer Zeit behaupten können, in der künstliche Intelligenz zunehmend kreative Prozesse übernimmt und synthetische Stimmen menschliche Emotionen nachahmen. Das dazugehörige, aufwendig produzierte offizielle Musikvideo entstand im historischen Ballhaus Wedding in Berlin und ist im Rahmen der Berichterstattung auf Xenopolias zu sehen.

Tanzwut gehen 2026 wieder auf Tour

Passend zur neuen Chartplatzierung kündigt sich für Tanzwut auch ein umfangreicher Herbst auf den Bühnen an. Die „Herz aus Stein“-Tour 2026 führt die Band durch zahlreiche deutsche Städte, unterstützt von der Band Sagenbringer als Vorgruppe. Geplant sind unter anderem Stationen in Frankfurt, Köln, München, Stuttgart, Hamburg, Leipzig, Rostock, Nürnberg, Zwickau, Forst, Oberhausen, Hannover, Dresden und Berlin, verteilt auf die Monate Oktober und November.

Über die Band

Tanzwut wurden 1997 gegründet und entwickelten sich aus dem Umfeld der Mittelalter-Rock-Formation Corvus Corax heraus zu einer der eigenständigsten Stimmen ihres Genres. Über die Jahre veröffentlichte die Band zahlreiche Alben, die Mittelalter-Rock, Industrial und punkige Direktheit miteinander verbanden, und behauptete sich dabei konstant auf den deutschen Bühnen und in den Charts, während viele vergleichbare Formationen längst von der Bildfläche verschwunden sind.

Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de

Quellen: Sonic Seducer, vampster, Medienkonverter, Norush-Webzine, Offizielle Deutsche Charts, Stormbringer.at, Monkeypress.de, Metal1.info, metal.de, Side-Line, Obliveon, tanzwut.com

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