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Primetime Emmy Award Statue

Bill Ingalls, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Bei der 78. Verleihung der Primetime Emmy Awards hat die Television Academy in der Nacht auf Montag im Peacock Theater in Los Angeles ihre bedeutendsten Fernsehpreise vergeben. Durch den Abend führte erstmals seit 15 Jahren wieder eine Frau: Mariska Hargitay, bekannt aus der Krimiserie Law & Order: Special Victims Unit, moderierte die Gala und sorgte mit einer musikalischen Eröffnungsnummer sowie humorvollen Seitenhieben auf bekannte Namen der Branche für Unterhaltung.

Widow’s Bay stellt Rekord als Comedy-Serie auf

Die Apple-TV-Produktion Widow’s Bay ging als großer Gewinner des Abends hervor und wurde mit insgesamt vierzehn Trophäen ausgezeichnet, darunter der Hauptpreis als herausragende Comedyserie. Damit stellte die Serie einen neuen Bestwert auf und gewann so viele Auszeichnungen wie keine Comedyserie zuvor in einem einzigen Jahr. Zusätzlich wurden Stephen Root als bester Nebendarsteller sowie Kate O’Flynn als beste Nebendarstellerin in einer Comedyserie geehrt. Auch die Regie durch Hiro Murai sowie das Drehbuch von Katie Dippold für die Serie wurden prämiert.

The Pitt holt sich den Titel als beste Dramaserie

Mit fünfundzwanzig Nominierungen ging die Krankenhausserie The Pitt als nominierungsstärkste Produktion des Jahres ins Rennen und konnte sich letztlich den Hauptpreis als herausragende Dramaserie sichern. Hauptdarsteller Noah Wyle wiederholte seinen Erfolg aus dem Vorjahr und wurde erneut als bester Hauptdarsteller in einer Dramaserie ausgezeichnet. In den Nebenrollen setzten sich Allison Janney für ihre Arbeit in The Diplomat sowie Tom Pelphrey für seine Rolle in Task durch, während Rhea Seehorn für Pluribus ihre erste Emmy-Auszeichnung überhaupt entgegennehmen konnte.

Matthew Rhys schreibt Emmy-Geschichte

Ein besonderer Höhepunkt des Abends war der doppelte Erfolg von Matthew Rhys. Der Schauspieler gewann sowohl den Preis als bester Hauptdarsteller in einer Miniserie für seine Rolle in The Beast in Me als auch den als bester Hauptdarsteller in einer Comedyserie für Widow’s Bay. Damit ist er der erste Schauspieler überhaupt, der in drei verschiedenen Hauptdarsteller-Kategorien – Comedy, Drama und Miniserie – jeweils eine Emmy-Trophäe gewonnen hat, nachdem er bereits 2018 für The Americans ausgezeichnet worden war.

Jean Smart gleicht Rekord von Julia Louis-Dreyfus aus

Auch Jean Smart schrieb an diesem Abend Fernsehgeschichte: Für ihre Rolle als Deborah Vance in der nun abgeschlossenen Serie Hacks erhielt sie ihre fünfte Auszeichnung als beste Hauptdarstellerin in einer Comedyserie in Folge und gewann damit für jede einzelne Staffel der Serie. Mit insgesamt acht Emmy-Gewinnen in ihrer Karriere zieht sie damit gleich mit Julia Louis-Dreyfus und Cloris Leachman, die bislang als erfolgreichste Preisträgerinnen der Geschichte galten.

DTF St. Louis triumphiert bei den Miniserien

Als beste limitierte Serie beziehungsweise Miniserie setzte sich die HBO-Produktion DTF St. Louis durch, die zudem mit den Preisen für das beste Drehbuch sowie die beste Nebenrolle für David Harbour ausgezeichnet wurde. In der Kategorie der besten Hauptdarstellerin in einer Miniserie gewann Linda Cardellini für ihre Rolle in derselben Produktion.

The Late Show und The Traitors dominieren ihre Sparten

Bei den Late-Night- und Unterhaltungsformaten sicherte sich The Late Show With Stephen Colbert in seiner letzten Staffel den Titel als beste Variety-Serie. Die Reality-Show The Traitors gewann bereits zum dritten Mal in Folge die Auszeichnung als beste Reality-Wettbewerbsserie, nachdem die Produktion bereits eine Woche zuvor bei den Creative-Arts-Emmys mehrere Trophäen einheimsen konnte. Als bester Gastgeber eines Reality-Formats wurde Alan Cumming für seine Moderation von The Traitors geehrt.

Rückblick und Ehrungen prägen den Abend

Neben den Preisverleihungen widmete sich die Gala auch dem Gedenken an verstorbene Persönlichkeiten der Branche. Besonders bewegend fiel die Hommage an die kürzlich verstorbene Sängerin und Schauspielerin Dolly Parton aus, die von der Schauspielerin Sally Field eingeleitet und mit der Stimme von Reba McEntire begleitet wurde. Auch der Schauspieler Rob Reiner, der postum für seine Gastrolle in der Serie The Bear ausgezeichnet wurde, fand im Rahmen des Abends besondere Erwähnung. Der Schauspieler und Parkinson-Aktivist Michael J. Fox wurde zudem mit dem Bob-Hope-Humanitarian-Award für sein langjähriges Engagement in der Erforschung der Krankheit sowie seinen Einsatz für Betroffene geehrt.

Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de

Quellen: Hollywood Reporter, TVLine, Deadline, NPR, Rotten Tomatoes, TVInsider, CBS News, Forbes, Just Jared

 

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Von Franz Lemmler

Franz Lemmler agiert als Autor, Redakteur und Webmaster dieser Website. Neben seiner redaktionellen Arbeit ist er Gründer und CEO von Xenopolias, dem Xenolandia Grid, Radio Xenolandia und JazzVortex.

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