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Alex Terrible preforming at Sentrum Scene, Oslo

Jonathan Mazin, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Neue öffentliche Erklärung des Frontmanns

Der Sänger der russischen Deathcore-Band Slaughter to Prevail, Alex Terrible, hat sich in einer ausführlichen Mitteilung über seine sozialen Kanäle erneut zu den seit Jahren anhaltenden Vorwürfen geäußert, er stehe rechtsextremem Gedankengut nahe. Er betonte darin unmissverständlich, dass er sich zu keinem Zeitpunkt als Nationalsozialist verstanden habe und dies auch künftig nicht tun werde. Zugleich richtete er sich an all jene Labels, Bands und Geschäftspartner, die aus Sorge um ihren eigenen Ruf bislang eine Zusammenarbeit mit ihm gescheut hätten.

Der Ursprung der Kontroverse: Ein Tattoo aus jungen Jahren

Auslöser der seit Langem schwelenden Debatte ist ein Tattoo, das Alex Terrible sich als Jugendlicher in Russland stechen ließ und das als sogenannte Schwarze Sonne bekannt ist, ein Symbol mit historischem Bezug zum Dritten Reich. Der Musiker erklärte, er sei sich der historischen Bedeutung des Zeichens durchaus bewusst gewesen, habe es in der subkulturellen Umgebung, in der er sich damals bewegt habe, jedoch nicht als Bekenntnis zu faschistischem Gedankengut verstanden, sondern als Ausdruck von Rebellion und Härte. Rückblickend räume er ein, dass seine persönliche Deutung eines Symbols dessen historische Last nicht aufhebe und er nachvollziehen könne, warum Außenstehende daraus Schlüsse über seine Gesinnung zögen. Das Motiv wurde inzwischen überstochen.

Persönliche Umstände und Umfeld in der Jugend

Terrible beschrieb in seiner Stellungnahme zudem die schwierige Lebensphase, in der die Tätowierung entstand. Er habe damals unter Panikattacken, depressiven Verstimmungen und gesundheitlichen Folgen nach einer Überdosis gelitten und sich in dieser Zeit einem Umfeld aus rechtsgerichteten Jugendlichen und der Hooligan-Szene angeschlossen. Er habe die Verantwortung für seine damalige Entscheidung übernommen, stellte jedoch klar, dass sein heutiges Selbstverständnis weder politisch links noch rechts einzuordnen sei. Er verstehe sich in erster Linie als Musiker, Ehemann und Vater, der sich stetig weiterentwickle.

Reaktionen der Szene und Auswirkungen auf die Karriere

Der Musiker sprach offen an, dass ihm die Kontroverse über Jahre hinweg geschäftlich geschadet habe. Mehrere Partner und Unternehmen hätten ihm gegenüber privat Respekt geäußert, seien aus Furcht vor Reputationsschäden jedoch nicht öffentlich mit ihm in Verbindung gebracht werden wollen. Terrible zeigte sich verständnisvoll gegenüber dieser Haltung, machte aber auch deutlich, künftig keine Kooperationen mehr mit Personen einzugehen, die ihn zuvor gemieden und sich erst nach seinem kommerziellen Erfolg wieder angenähert hätten. Gleichzeitig bedankte er sich ausdrücklich bei allen Labels, Bands und Weggefährten, die trotz des öffentlichen Drucks weiterhin zu ihm gestanden hätten. In der Vergangenheit hatte der Druck von Fans bereits dazu geführt, dass mehrere Bands öffentlich zu Auftritten mit Slaughter to Prevail befragt und teils dazu gedrängt wurden, gemeinsame Tourpläne zu überdenken.

Kein Einzelfall in der Vita des Sängers

Die aktuelle Erklärung reiht sich in eine ganze Serie ähnlicher Stellungnahmen ein, die Terrible in den vergangenen Jahren veröffentlicht hat. Bereits in früheren Interviews und Podcast-Auftritten hatte er sich zu dem Tattoo sowie zu weiteren Kontroversen geäußert, etwa zu Vorwürfen homophober Äußerungen im Zusammenhang mit der Trans-Community. Wiederholt betonte er dabei, dass sein damaliges Umfeld zwar rechtsgerichtet, jedoch nicht rassistisch oder nationalsozialistisch geprägt gewesen sei.

Aktuelle Tourdaten

Slaughter to Prevail befinden sich derzeit auf einer Nordamerika-Tournee, die im weiteren Verlauf unter anderem folgende Stationen umfasst: 17. September Las Vegas, 19. September San Diego, 2. Oktober Sacramento im Rahmen des Aftershock-Festivals, 9. Oktober Orlando sowie 11. Oktober Birmingham beim Furnace Fest. Im November stehen weitere Auftritte in Richmond, Raleigh, Syracuse, Baltimore, Charlotte, Bethlehem, Wallingford, Montreal und Toronto an. Für Dezember sind zudem Konzerte in Charleston und Fort Lauderdale sowie eine Südamerika- und Mexiko-Etappe mit Stationen in Bogotá, Santiago, Buenos Aires, São Paulo, Monterrey, Guadalajara und Mexiko-Stadt terminiert.

Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de

Quellen: Theprp.com, Loudwire, Louder, Lambgoat, Blunt Magazine, Chaoszine, Metal Anarchy, Revolver, Metal Newswire

 

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Von Franz Lemmler

Franz Lemmler agiert als Autor, Redakteur und Webmaster dieser Website. Neben seiner redaktionellen Arbeit ist er Gründer und CEO von Xenopolias, dem Xenolandia Grid, Radio Xenolandia und JazzVortex.

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