
Grywnn, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Show im Hellraiser angekündigt
Die tschechische Band Cult of Fire hat eine Station ihrer kommenden Mini-Tour „The One Who Is Made Of Smoke“ bekanntgegeben. Am 20. Oktober 2026 wird die Formation im Hellraiser in Leipzig auftreten. Als Unterstützung an diesem Abend ist die deutsche Band Gorleben bestätigt. Einlass ist für 18:30 Uhr vorgesehen, der Konzertbeginn liegt bei 19:30 Uhr.
Ritual statt gewöhnlichem Konzert
Cult of Fire wurde im Jahr 2010 in Prag gegründet und hat sich seither einen Ruf als eine der eigenständigsten Stimmen der osteuropäischen Black-Metal-Szene erarbeitet. Die Besetzung besteht aus Tom Coroner, Infernal Vlad und Devilish. Musikalisch verschmilzt das Trio atmosphärischen Black Metal mit hinduistischen und buddhistischen Motiven und schafft damit einen Sound, der sich bewusst von klassischen Genre-Konventionen abhebt. Live gehen die Musiker noch einen Schritt weiter: Ihre Auftritte sind als Nachstellung tantrischer Rituale angelegt, bei denen Figuren wie Kali, Shiva und die asketischen Aghori-Anhänger visuell und atmosphärisch in Szene gesetzt werden. Ein Großteil der dabei verwendeten Ausstattung stammt Berichten zufolge direkt aus Indien und Nepal, wo sich Bandkopf Vlad vor jedem neuen Album zur Inspiration aufhält.
Das aktuelle Album als roter Faden
Die Tour trägt den Namen des jüngsten Studioalbums, das 2025 über das Label Beyond Eyes Productions veröffentlicht wurde. Die Platte ist der hinduistischen Göttin Dhumavati gewidmet, die in der Mythologie als verstoßene, von Shiva verfluchte Witwengestalt gilt. Laut Band handelt es sich um das bislang persönlichste und tiefgründigste Werk ihrer Karriere. Musikalisch setzt das Album die seit 2013 verfolgte Linie fort, in der sich Cult of Fire intensiv mit hinduistischen und buddhistischen Todes- und Bestattungsritualen auseinandersetzt.
Support aus Dresden
Für die Leipziger Show steht mit Gorleben eine ebenfalls seit 2010 aktive Band auf der Bühne. Das Quintett aus Dresden beschreibt seinen eigenen Stil als eine Mischung aus Death, Doom und Black Metal, angereichert um klare Gesangspassagen sowie atmosphärische Synthesizer-Elemente. Die Bandmitglieder treten unter Pseudonymen auf, die an radioaktive Elemente erinnern, und greifen damit den Namen ihrer Heimatregion auf, der zugleich für eine der bekanntesten deutschen Atommüll-Debatten steht. Thematisch kreist das aktuelle Album der Gruppe um postapokalyptische Zukunftsszenarien und die Zerbrechlichkeit menschlicher Zivilisation.
Tickets und Rahmenbedingungen
Der Auftritt findet im Hellraiser statt, einem seit den frühen 1990er-Jahren bestehenden Liveclub in Leipzig, der in der Vergangenheit bereits zahlreiche internationale Metal- und Hardcore-Acts beherbergt hat. Karten für die Veranstaltung sind über den Vorverkauf des Clubs erhältlich.
Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de
Quellen: Metal1.info, Hellraiser Leipzig, Bandsintown, Songkick, SoundCzech, GoOut, Encyclopaedia Metallum, doomed-nation.com
