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Ozzy Osbourne, flanked by Philadelphia police officers, leaves Borders in Center City after signing copies of his new autobiography, "I Am Ozzy," on Jan. 27, 2010.

Kevin Burkett from Philadelphia, Pa., USA, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Ein Abschied für die große Leinwand
Der letzte gemeinsame Bühnenmoment von Ozzy Osbourne und seinen einstigen Black-Sabbath-Weggefährten erhält eine weltweite Kinoauswertung. Unter dem Titel „Ozzy & Black Sabbath: Back To The Beginning“ bringen die Verleihfirma Trafalgar Releasing und die Produktionsgesellschaft Mercury Studios das Abschiedskonzert ab dem 28. Oktober 2026 zeitlich begrenzt in Kinosäle rund um den Globus. Die Ankündigung erfolgte offiziell in dieser Woche.

Vorverkauf startet in Kürze
Wer sich Tickets für die Vorstellungen sichern möchte, kann dies ab Donnerstag, dem 24. September, tun. Der Verkaufsstart ist für 16 Uhr deutscher Zeit über die offizielle Veranstaltungsseite zum Projekt angesetzt. Neben dem eigentlichen Konzertfilm sind auch ein Trailer sowie ergänzende Informationen zur Veröffentlichung in Aussicht gestellt worden.

Die letzte Show in der Heimatstadt
Grundlage des Films ist der Auftritt vom 5. Juli 2025 im Villa Park, dem Fußballstadion in Birmingham – jener Stadt, in der Black Sabbath einst gegründet wurde und die als Wiege des Heavy Metal gilt. Der Abend war als großes Abschiedsfest konzipiert: Ozzy Osbourne bestritt zunächst ein Solo-Set, ehe er gemeinsam mit den verbliebenen Originalmitgliedern Tony Iommi, Geezer Butler und Bill Ward die Bühne betrat. Für die vier gemeinsamen Sabbath-Songs nahm er auf einem Thron Platz, da ihm gesundheitliche Einschränkungen ein längeres Stehen nicht mehr erlaubten. Es war das erste Mal seit rund zwei Jahrzehnten, dass die vier Musiker gemeinsam auf einer Bühne standen. Nur siebzehn Tage nach diesem Auftritt starb Ozzy Osbourne in seinem Zuhause in der Nähe von Birmingham.

Ein Abend mit prominenter Unterstützung
Zu dem Event hatten Osbourne und Black Sabbath zahlreiche bekannte Namen der Rock- und Metal-Szene eingeladen, die im Laufe des Tages ebenfalls auftraten oder ihre Verbundenheit zum Ausdruck brachten. Unter den mitwirkenden Künstlern befanden sich unter anderem Metallica, Slayer, Guns N‘ Roses, Tool, Gojira, Anthrax, Mastodon und Lamb Of God. Die Veranstaltung war innerhalb weniger Minuten ausverkauft, mehr als 40.000 Besucher verfolgten sie live vor Ort, während der weltweite Livestream nach vorliegenden Angaben rund fünf Millionen Abrufe verzeichnete.

Hintergrund der Idee
Die Initiative zu dem Abschiedskonzert soll ursprünglich von Sharon Osbourne ausgegangen sein. Die Managerin und Ehefrau des Musikers berichtete sinngemäß, sie habe ihren Mann gefragt, was ihm in dieser Lebensphase noch wirklich Freude bereiten würde. Seine Antwort sei gewesen, dass er sich nichts sehnlicher wünsche, als noch einmal aufzutreten, um sich persönlich von seinen Fans zu verabschieden und ihnen zu danken. Auch die übrigen Bandmitglieder äußerten sich rückblickend positiv über den Abend: Sinngemäß beschrieben sie das Erlebnis als ein Gefühl von Heimkehr, als würdigen Abschluss der gemeinsamen Bandgeschichte und als einen Moment tiefer Verbundenheit unter den Beteiligten.

Technische Umsetzung und kreative Verantwortliche
Für die Kinofassung wurde das ursprüngliche Konzertmaterial auf eine Laufzeit von rund 100 Minuten verdichtet und mit modernem Raumklang in Dolby Atmos sowie 5.1-Tontechnik aufbereitet. Über die reinen Bühnenauftritte hinaus enthält der Film auch Aufnahmen aus dem Backstage-Bereich sowie persönliche Erinnerungen von Musikerinnen und Musikern, die an dem Abend beteiligt waren. Die Regie der Kinoversion übernahm Ben Wainwright-Pearce, der zuvor bereits an Konzertfilmen zu Taylor Swift und George Michael mitgewirkt hatte. Für die Regie des eigentlichen Konzerts vor Ort war Tim van Someren verantwortlich.

Einordnung durch die Verantwortlichen
Der Geschäftsführer von Trafalgar Releasing bezeichnete das Konzert sinngemäß als ein kulturell bedeutsames Ereignis ohne echtes Vorbild in der Geschichte der Rockmusik, da die Band ihre letzte Show buchstäblich an dem Ort spielte, an dem einst der Heavy-Metal-Sound erfunden wurde. Die weltweite Kinoauswertung wird von den Verantwortlichen als Gelegenheit beschrieben, Ozzy Osbournes musikalisches Erbe einem noch größeren Publikum auf der großen Leinwand zugänglich zu machen.

Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de

Quellen: Nuclear Blast, The Circle, Metal Hammer, Metal1.info, Variety, The Rock Revival, The MetalList, Music Matters Magazine

 

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Von Franz Lemmler

Franz Lemmler agiert als Autor, Redakteur und Webmaster dieser Website. Neben seiner redaktionellen Arbeit ist er Gründer und CEO von Xenopolias, dem Xenolandia Grid, Radio Xenolandia und JazzVortex.

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