
Kevin Burkett from Philadelphia, Pa., USA, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons
Sharon Osbourne bringt Kult-Festival zurück auf die Bühne
Nach Jahren der Stille kündigt sich für das Ozzfest ein großes Comeback an. Sharon Osbourne, Witwe von Ozzy Osbourne und Mitbegründerin des Festivals, hatte bereits Anfang 2026 in einem ausführlichen Gespräch mit dem US-Musikmagazin Billboard erklärt, dass sie mit dem Konzertveranstalter Live Nation über eine mögliche Wiederbelebung des Festivals verhandle. Sie betonte dabei, wie wichtig es ihrem verstorbenen Mann gewesen sei, jungen Talenten eine große Bühne zu bieten, und erinnerte daran, dass das Ozzfest einst maßgeblich die Metal-Festivalkultur in den USA mitbegründet habe.
Comeback-Ort mit besonderer Symbolkraft
Mittlerweile ist klar, wo die Rückkehr stattfinden soll: im Villa Park in Birmingham, jenem Stadion, in dem Ozzy Osbourne im Sommer 2025 sein letztes Konzert gab. Bei jenem als „Back to the Beginning“ betitelten Abschiedsauftritt war Ozzy gemeinsam mit der wiedervereinten Originalbesetzung von Black Sabbath sowie zahlreichen Weggefährten aus der Rockwelt aufgetreten. Wenige Wochen später, am 22. Juli 2025, verstarb der Musiker im Alter von 76 Jahren. Birmingham gilt als Heimatstadt der Band und wird damit zum emotional aufgeladenen Ausgangspunkt der Festival-Wiedergeburt.
Offizielle Bestätigung über soziale Medien
Über den offiziellen Instagram-Kanal des Ozzfest wurde die Rückkehr des Festivals inzwischen mit einer Luftaufnahme des Stadions untermauert, versehen mit einem Hinweis, dass weitere Informationen in Kürze folgen sollen. Auch Sharon und ihr Sohn Jack Osbourne hatten zuvor bereits angekündigt, dass die Festival-Reihe 2027 wiederkehren solle – zunächst in England und im Anschluss in den USA. Ein aktueller Teaser des Festivals zeigt Ozzy Osbourne zusammen mit dem Ozzfest-Logo sowie den Flaggen Großbritanniens und der USA und untermauert damit die geplante zweigeteilte Rückkehr des Formats. mxdwn
Zwei Tage in England, dann der Sprung über den Atlantik
In einer gemeinsamen Podcast-Folge mit Jack skizzierte Sharon Osbourne den geplanten Ablauf genauer: Zunächst soll es zwei Veranstaltungstage in Aston Villa geben, ehe das Festival anschließend in die Vereinigten Staaten weiterzieht. Über den konkreten US-Standort ist bislang nichts entschieden, Sharon Osbourne rief die Fangemeinde ausdrücklich dazu auf, Vorschläge einzureichen, wo das Festival in Amerika stattfinden solle. Auch bei der Künstlerauswahl soll die Community eingebunden werden, wobei der Fokus erneut stark auf Nachwuchsbands liegen soll, ganz im Sinne des ursprünglichen Ozzfest-Konzepts als Karrieresprungbrett für aufstrebende Metal- und Rockacts.
Vorsichtiger Neustart statt sofortiger Welttournee
Sharon Osbourne machte deutlich, dass die Ausgabe 2027 zunächst als eine Art Testlauf gedacht ist. Erst wenn die beiden Auftaktveranstaltungen in Großbritannien und den USA gut angenommen werden, soll das Ozzfest ab 2028 wieder als reguläre Tournee mit mehreren Stationen fortgeführt werden. Konkrete Termine oder eine Künstlerliste stehen derzeit noch nicht fest, entsprechende Ankündigungen wurden aber für die kommende Zeit in Aussicht gestellt.
Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de
Quellen: Billboard, NME, Metal Injection, Radio X, Metal Sucks
