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Sting at Montreux Jazz Festival 2026

CamilaAlves.raf, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Der ehemalige Police-Sänger äußert sich gelassen zu KI-Musik

Sting hat sich in einem aktuellen Interview mit der BBC-Sendung „Sunday With Laura Kuenssberg“ zum Thema Künstliche Intelligenz in der Musikbranche geäußert. Der 74-jährige Musiker, der mit The Police weltberühmt wurde, zeigte sich in dem Gespräch auffallend entspannt gegenüber der wachsenden Bedeutung von KI-generierter Musik. Nach seiner Einschätzung könne die Technologie zwar durchaus brauchbare, kommerziell verwertbare Popmusik produzieren, wie man sie beispielsweise in einer Bahnhofshalle oder einer Hotellobby hören würde. Ob man sich solche Musik jedoch tatsächlich bewusst anhören wolle, stellte er infrage.

KI fehlt es an echten Emotionen

Sting begründete seine Haltung damit, dass Künstlicher Intelligenz die grundlegende menschliche Erfahrung fehle, auf der gute Songs seiner Meinung nach beruhen. Eine KI habe nie echten emotionalen Schmerz erlebt und verfüge daher über keine eigene, authentische Geschichte, die sie in ihre Musik einfließen lassen könne. Was am Ende entstehe, sei letztlich eine geliehene, künstlich zusammengesetzte Erzählung statt eines echten Songs mit persönlichem Hintergrund. Aus diesem Grund sehe er sich derzeit nicht durch KI-Musik bedroht. Live-Konzerte lebten schließlich vom Erlebnis, einen echten, verletzlichen Menschen auf der Bühne zu erleben, der auch Fehler machen könne, statt einer fehlerfreien Maschine zuzusehen.

Warnung vor Gefahren für den Arbeitsmarkt

Trotz seiner gelassenen Grundhaltung zur künstlerischen Qualität von KI-Musik machte Sting deutlich, dass er die Entwicklung insgesamt nicht unkritisch sieht. Er wies ausdrücklich darauf hin, dass von Künstlicher Intelligenz eine reale Gefahr für den Arbeitsmarkt ausgehe und die Technologie diesen in ihrer jetzigen Form sogar grundlegend erschüttern könne. Diese Einschätzung äußerte er bereits in früheren Interviews, in denen er betonte, dass man wachsam bleiben und die eigene kreative Arbeit gegenüber der Technologie verteidigen müsse. Bereits vor einiger Zeit hatte er zudem erklärt, von KI erzeugte Songs würden qualitativ oft zu wünschen übrig lassen und ihn bislang nicht überzeugt haben.

Sting reiht sich in eine wachsende Front von Kritikern ein

Mit seiner Position steht Sting nicht allein da. Bereits 2024 hatte die Organisation Artist Rights Alliance gemeinsam mit zahlreichen prominenten Musikschaffenden einen offenen Brief veröffentlicht, der sich scharf gegen den unregulierten Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Musikindustrie richtete. Zu den Unterzeichnern zählten unter anderem Stevie Wonder, Jon Bon Jovi, Elvis Costello, Billie Eilish sowie die Bands R.E.M., Pearl Jam und Kate Bush. Der Brief richtete sich vor allem gegen Technologieunternehmen und Anbieter von KI-Diensten, denen vorgeworfen wurde, mit ihrer Praxis einen Angriff auf die menschliche Kreativität zu führen. Gleichzeitig gibt es in der Branche auch Gegenstimmen: Andere Musikschaffende stehen dem Einsatz von KI deutlich offener gegenüber und nutzen die Technologie bereits aktiv in ihrer Arbeit.

Aktuelle Tourdaten

Sting befindet sich derzeit weiterhin mit seiner Trio-Tour „Sting 3.0“ auf Welttournee, bei der er gemeinsam mit Gitarrist Dominic Miller und Schlagzeuger Chris Maas Songs aus seiner gesamten Karriere präsentiert, darunter auch zahlreiche Klassiker aus seiner Zeit mit The Police. Im Herbst 2026 führt ihn die Tour weiter durch Nordamerika, mit Stationen unter anderem in Vancouver, Seattle, Minneapolis, Montreal und Cincinnati. Im November folgt zudem eine mehrtägige Konzertreihe im Brooklyn Paramount in New York, bevor die aktuelle Tourphase mit einem Auftritt in Tampa Ende November ihren vorläufigen Abschluss findet.

Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de

Quellen: Express & Star, PressReader/Belfast Telegraph, PressReader/Irish Independent, inkl.com, Paste Magazine, NewsBreak/The Independent, Ultimate Classic Rock, Far Out Magazine

 

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Von Xenos Yifu

Xenos Yifu ist der Avatar von Franz Lemmler in der virtuellen Welt der Bits und Bytes. Als digitale Identität verbindet er Kreativität, Technik und Fantasie und steht für die Entfaltung neuer Ideen in einer grenzenlosen Online-Welt.

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