
Ein Klassiker im Gothic-Gewand
Die Hannoveraner Gothic-Rock-Formation Wisborg legt einen Song nach, der die Fans schon länger begleitet: eine eigene Interpretation von Placebos „The Bitter End“. Die Band stellt das Stück mit einem neuen Video vor. Damit rückt ein Titel in den Vordergrund, der bisher vor allem Käufern der physischen Albumausgaben vorbehalten war.
Vom Alternative-Rock-Hit zur düsteren Neudeutung
Das Original erschien im März 2003 als erste Single von Placebos viertem Album „Sleeping with Ghosts“. Geschrieben haben es Brian Molko, Stefan Olsdal und Steve Hewitt. Der Song zählt seit Jahren zu den am häufigsten gespielten Stücken im Live-Programm der Briten. Wisborg übertragen die Nummer nun in ihre eigene Klangwelt aus Gothic Rock und Darkwave.
Ein Extra für Sammler
Zu hören ist die Neuaufnahme als Bonus-Track auf der CD und der Vinyl-Ausgabe von „Phantomschmerz“. Die digitale Standardfassung des Albums enthält sie nicht. Neben dem Cover finden Käufer der physischen Formate eine Live-Version von „Im freien Fall“, mitgeschnitten beim Amphi Festival 2025. Bei der Vinyl-Variante gibt es unter anderem eine streng limitierte rote, transparente Auflage.
Aufgenommen in den Hamburger Chameleon Studios
Produziert hat die Coverversion Chris Harms, Sänger von Lord Of The Lost, der auch das gesamte Album betreut hat. Für Mix und Mastering war Benjamin Lawrenz verantwortlich. Aufnahme und Schnitt übernahmen Benjamin Mundigler und Gerrit Heinemann.
Das Album „Phantomschmerz“
Das fünfte Studioalbum der Band erschien im Februar 2026 bei Danse Macabre Records. Inhaltlich schaut die Gruppe diesmal nicht nur nach innen, sondern auch auf das Leid der Welt und auf die Rolle des Menschen bei seinem eigenen Niedergang. Als Gast ist Scarlet Dorn bei „Totentanz“ zu hören. Die Fachpresse lobt die handwerkliche Qualität und die eingängigen Refrains. Die Coverversion halten Kritiker für gelungen, allerdings kommt sie ihrer Ansicht nach nicht ganz an das Original heran. Es ist zugleich das letzte Album mit Mitgründer Nikolas Eckstein, der die Band Ende 2025 im Guten verlassen hat.
Weitere Videos zum Album
Erst wenige Wochen zuvor hatte die Band einen Live-Clip zu „Im freien Fall“ veröffentlicht, bei dem Chris Harms als Gastsänger auftritt. Für dieses Lied gibt es außerdem bereits ein reguläres Musikvideo. Auch zu „Schmerz vereint“ ist ein Clip erschienen.
Wisborg live im Herbst
Im November und Dezember 2026 geht die Gruppe mit The Fright als Special Guest auf „Phantomschmerz“-Tour. Los geht es am 20. November im Naumanns in Leipzig, einen Tag später folgt das Urban Spree in Berlin. Am 27. November spielt die Band im Subkultur in Hannover, am 28. November im Blue Shell in Köln. Die letzten beiden Termine sind der 4. Dezember im Feierwerk in München und der 5. Dezember im Ponyhof in Frankfurt.
Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de
