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Battersea Power Station, Nine Elms, London. Photo taken from the north embankment of Thames.

Neue Bühne für die Musikwelt in London
In der Battersea Power Station, dem einstigen Kohlekraftwerk am Südufer der Themse, entsteht eine neue Anlaufstelle für Live-Musik. Der Technologiekonzern Apple hat dort die sogenannte Apple Music Hall eröffnet, einen Veranstaltungsort für rund 600 Gäste. Das historische Gebäude, das seit einigen Jahren als Einkaufs- und Freizeitkomplex genutzt wird, dient zugleich als europäischer Firmensitz des Unternehmens.

Ein Gebäude mit musikalischer Vorgeschichte
Für viele Musikfans ist die Battersea Power Station längst ein Begriff, auch ohne dort gewesen zu sein. Das markante Kraftwerk mit seinen vier weißen Schornsteinen zierte 1977 das Cover des Pink-Floyd-Albums „Animals“, auf dem ein aufblasbares Schwein über dem Gelände schwebte. Diese Bildwelt hat das Bauwerk zu einem popkulturellen Fixpunkt gemacht, lange bevor es zur heutigen Mischung aus Büros, Läden und Restaurants umgebaut wurde.

Technik auf Höhe großer Tourneen
Die neue Halle ist trotz ihrer überschaubaren Größe technisch aufwendig ausgestattet. Ein Klangsystem mit 48 Lautsprechern umgibt das Publikum und soll Konzerte in räumlichem Klang erlebbar machen. Die etwa zwölf Meter breite Bühne lässt sich flexibel umbauen, sodass sowohl klassische Konzertformate mit Blick nach vorne als auch Aufführungen mitten im Raum möglich sind. Hinter der Bühne befinden sich zwei Aufnahme- und Mischstudios, in denen Auftritte direkt als Mehrspuraufnahme festgehalten und für räumlichen Klang abgemischt werden können.

Aufnahmen für Fans weltweit
Neben dem Live-Erlebnis vor Ort steht die Produktion für ein größeres Publikum im Mittelpunkt des Konzepts. Die Halle ist fest für mindestens 16 Kameras verkabelt, deren Signale in einem eigenen Regieraum zusammenlaufen. Damit lassen sich Auftritte parallel zum Konzertbesuch als mehrkamera-taugliche Aufnahmen produzieren, die anschließend als Livestream oder im Nachhinein veröffentlicht werden können. Apple positioniert die Halle damit weniger als klassischen Konzertsaal, sondern eher als Produktionsstätte, in der Bühnenauftritt und professionelle Aufzeichnung zusammenfallen.

Rückkehr zu einer alten Tradition
Für Apple ist der Schritt keine Premiere im Bereich Live-Musik. Zwischen 2007 und 2017 veranstaltete der Konzern unter dem Namen iTunes Festival, später Apple Music Festival, mehrere Jahre lang exklusive Konzertreihen in London, unter anderem im Roundhouse. Zahlreiche international bekannte Acts traten dort auf, bevor das Format eingestellt wurde. Mit der Apple Music Hall knüpft das Unternehmen nun an diese Tradition an, diesmal jedoch mit einem festen Standort und deutlich umfangreicherer Aufnahmetechnik.

Zusätzliche Studios für Apple Music Radio
Parallel zur neuen Konzerthalle hat Apple in der Battersea Power Station auch neue Studioräume für sein Radioangebot Apple Music Radio eingerichtet. Von dort sollen künftig die Londoner Moderationsteams senden, inklusive Interviews, Sondersendungen und exklusiver Musikpremieren. Damit bündelt Apple an einem Standort sowohl die Live-Bühne als auch einen Teil seines redaktionellen Radioprogramms.

Line-up bislang unter Verschluss
Welche Künstlerinnen und Künstler in der neuen Halle auftreten werden, hat Apple bislang nicht im Detail bekanntgegeben. Angesichts der Historie des Unternehmens bei früheren Konzertformaten in London wird in der Musikbranche mit prominent besetzten Auftritten gerechnet. Details zu Ticketverkauf und Preisgestaltung stehen ebenfalls noch aus.

Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de

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