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Irish rock band U2 performing at AccorHotels Arena in Paris, France on September 8, 2018, during the band's Experience + Innocence Tour
U2start, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Ein Comeback zum runden Geburtstag

Fast auf den Tag genau fünfzig Jahre nachdem sich Bono, The Edge, Adam Clayton und Larry Mullen Jr. erstmals in einer Dubliner Küche zum gemeinsamen Musizieren trafen, meldet sich U2 mit einem neuen Studioalbum zurück. „Carnaval De Luz“ trägt den Namen ihres sechzehnten Langspielers und ist zugleich das erste Werk mit ausschließlich neuem Material seit fast einem Jahrzehnt. Für die irische Band markiert die Veröffentlichung damit einen doppelten Anlass zum Feiern: das runde Bandjubiläum und die Rückkehr ins Studio nach längerer Pause.

Zwölf Songs unter der Regie von Jacknife Lee

Für die Produktion zeichnet erneut Jacknife Lee verantwortlich, der die Band bereits seit über zwei Jahrzehnten begleitet und mit dem sie zuletzt mehrfach zusammengearbeitet hat. Die zwölf Titel des Albums sind an verschiedenen Orten rund um den Globus entstanden und drehen sich inhaltlich um Themen wie Spiritualität, Freundschaft, Freiheit und das Durchhalten angesichts bedrohlicher äußerer Umstände. Musikalisch soll das Album laut Band sowohl an die experimentellsten Phasen ihres Schaffens erinnern als auch klassisch durchkomponierte Songstrukturen bieten.

Gemeinsame Wurzeln mit zwei EPs aus dem Frühjahr

Die Aufnahmen zu „Carnaval De Luz“ entstanden in denselben Sessions, aus denen im Frühjahr 2026 bereits zwei EPs hervorgegangen waren: „Days Of Ash“ und „Easter Lily“. Beide folgten dem liturgischen Kalender und wurden von der Band als eine Art Vorstufe zum neuen Album verstanden. Während die EPs eher der Zeit der Einkehr und Besinnung zugeordnet werden, versteht sich das neue Album als deren festliches, ausgelassenes Gegenstück – ein Fest der Lebensfreude nach der Zeit der Zurückhaltung.

Ein letztes Duett mit Dolly Parton

Besondere Aufmerksamkeit erhält der Albumabschluss „Torn“, ein Duett zwischen Bono und Dolly Parton. Der gemeinsam mit der kürzlich verstorbenen Country-Ikone und dem Songwriter Johnny McDaid verfasste Titel handelt von zerrütteten familiären Bindungen und gilt als eine der letzten Gesangsaufnahmen, die Parton überhaupt eingesungen hat. Bono berichtete im Zusammenhang mit der Entstehung des Songs, dass die Sängerin sich trotz ihres angegriffenen Gesundheitszustands eigens erhoben habe, um ihren Gesangspart aufzunehmen.

Prominente Gäste im Hintergrund

Neben Parton haben weitere bekannte Namen ihre Spuren auf dem Album hinterlassen. Langzeitweggefährte Brian Eno steuerte Synthesizer-Klänge bei und ist an mehreren Kompositionen als Mitautor beteiligt. Der DJ und Produzent Martin Garrix wirkte an einem der Songs mit, während Daniel Lanois mit Pedal-Steel-Gitarre zu hören ist und Ryan Tedder an der Produktion eines weiteren Titels beteiligt war.

Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de

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Von Franz Lemmler

Franz Lemmler agiert als Autor, Redakteur und Webmaster dieser Website. Neben seiner redaktionellen Arbeit ist er Gründer und CEO von Xenopolias, dem Xenolandia Grid, Radio Xenolandia und JazzVortex.

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