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Oasis - Wembley Stadium - Sunday 3rd August 2025
Raph_PH, CC BY 4.0 , via Wikimedia Commons

Weiterverkaufsportale nutzen den Hype gnadenlos aus

Kaum ist der offizielle Vorverkauf für die große Oasis-Stadiontournee 2027 gestartet, tummeln sich auf Zweitmarkt-Plattformen wie Viagogo bereits Angebote zu absurd überhöhten Summen. Für den Stehplatzbereich nahe der Bühne beim Konzert in Barcelona wurden dort umgerechnet rund 858 Euro aufgerufen. Bei einzelnen Sitzplatzkategorien sollen Interessenten sogar mehr als 2.200 beziehungsweise knapp 3.700 Euro zahlen. Damit liegen die Forderungen um ein Vielfaches über dem, was die Band und ihr Ticketing-Partner ursprünglich verlangen.

Auch für München werden horrende Summen aufgerufen

Ähnlich sieht die Lage bei den drei geplanten Deutschland-Terminen in der Münchner Allianz Arena aus. Nach aktuellem Stand schwanken die Preise auf Wiederverkaufsseiten dort zwischen rund 290 und über 1.800 Euro. Für Tickets im vorderen Stehbereich werden an mehreren Abenden Beträge von über 1.000 Euro verlangt, während der höchste beobachtete Preis bei einem angebotenen Sitzplatz lag. Zum Vergleich: Über die offizielle Vorverkaufsplattform kosten reguläre Karten für die Münchner Shows inklusive Gebühren zwischen rund 96 und 269 Euro, Stehplätze bewegen sich in etwa derselben Spanne. In Barcelona liegen die offiziellen Preise laut Veranstalterangaben zwischen etwa 85 und 255 Euro.

Offizieller Verkauf läuft ausschließlich über Registrierung

Der reguläre Ticketverkauf für die 2027er-Tournee ist als reines Presale-Verfahren ohne klassischen freien Verkauf organisiert. Wer eine Karte ergattern möchte, musste sich vorab über die offizielle Tour-Website registrieren; ausgewählte Fans erhielten anschließend gestaffelt an mehreren Tagen im September einen persönlichen Zugangscode für den Kauf über die Ticketing-Plattform. Ein allgemeiner, unlimitierter Verkauf ist bislang nicht vorgesehen, wenngleich laut Veranstalter zu einem späteren Zeitpunkt noch zusätzliche Kontingente freigegeben werden könnten. Für den legalen Weiterverkauf überzähliger Karten verweisen die Organisatoren ausdrücklich auf offizielle Kanäle, über die Tickets lediglich zum ursprünglichen Kaufpreis weitergegeben werden dürfen.

Zweitmarktanbieter versuchen zu beruhigen

Ein bekannter Anbieter aus dem Wiederverkaufssegment appellierte unterdessen an enttäuschte Fans, nicht in Panik zu verfallen, sollten sie beim ersten Verkaufsdurchgang leer ausgegangen sein. Man verwies auf Erfahrungswerte der vorangegangenen Reunion-Tour 2025: Damals sei ein erheblicher Teil der über die Plattform verkauften Tickets erst kurz vor den jeweiligen Konzertterminen den Besitzer gewechselt, und die durchschnittlichen Preise seien in den Wochen vor Tourstart spürbar gefallen. In den letzten beiden Wochen vor einer Show habe der Durchschnittspreis teils nur noch nahe am ursprünglichen Ticketwert gelegen. Die Plattform betont dabei, dass Verkäufer ihre Preise selbst festlegen und diese sich mit nachlassender Nachfrage üblicherweise nach unten bewegen.

Diese Termine stehen für die Tournee 2027 bereits fest

Die Tour führt die wiedervereinigte Band im kommenden Jahr durch zahlreiche Länder, die beim ersten Comeback-Lauf noch ausgespart blieben. Geplant sind unter anderem mehrere Abende im schottischen Celtic Park sowie eine ausgedehnte Reihe von Terminen im heimischen Manchester. Hinzu kommen Stationen in München, Barcelona und Amsterdam, ehe es in die USA nach Boston und Las Vegas weitergeht. Auch Irland steht mit Shows auf Schloss Slane auf dem Plan, bevor die Tournee mit einer mehrtägigen Rückkehr nach Knebworth ihren Abschluss findet – ein Ort, der für die Band seit den neunziger Jahren besondere Bedeutung hat.

Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de

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