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Oasis - Wembley Stadium - Sunday 3rd August 2025
Raph_PH, CC BY 4.0 , via Wikimedia Commons

Ein Ansturm ohne Beispiel

Kaum eine Band schafft es, einen ganzen Konzertsommer innerhalb weniger Tage komplett zu verkaufen. Oasis ist genau das gelungen. Für die Tour „Live ’27“ gibt es keine regulären Karten mehr. Alle 42 Konzerte in Großbritannien, Irland, Kontinentaleuropa und den USA sind vergriffen. Der Verkauf dauerte nur drei Tage. Auch die drei Abende in der Münchner Allianz Arena sind ausverkauft.

Ein neues Verkaufsverfahren statt freier Warteschlange

Diesmal setzte die Band auf ein anderes System als bei üblichen Vorverkäufen. Interessierte mussten sich vorab auf der offiziellen Website der Gruppe registrieren, in Deutschland bis zum 17. September. Aus allen Anmeldungen wurden Fans nach dem Zufallsprinzip ausgewählt. Sie erhielten einen persönlichen Zugangscode, der sich nicht weitergeben ließ. Damit konnten sie in einem ihnen zugewiesenen Zeitfenster auf die Tickets zugreifen. Zwischen dem 25. und 27. September gab es insgesamt neun solcher Fenster. Einen allgemeinen Vorverkauf und zusätzliche öffentliche Presales gab es nicht. Das Verfahren sollte Wartezeiten verkürzen und den Kauf für echte Fans fairer machen. Es sollte außerdem den organisierten Weiterverkauf zu überhöhten Preisen erschweren. Die regulären Preise für München lagen inklusive Gebühren zwischen rund 96 und knapp 269 Euro.

München als einziger Stopp in Deutschland

Für Fans hierzulande läuft alles auf die bayerische Landeshauptstadt zu. Am 2., 3. und 6. Juli 2027 spielen Liam und Noel Gallagher in der Allianz Arena. Ursprünglich waren nur zwei Abende geplant. Der dritte Termin kam wegen der enormen Nachfrage nachträglich dazu, und zwar am 23. September. Karten dafür gingen ausschließlich an Fans, die bereits im ersten Registrierungsverfahren dabei waren. Wer sich nicht rechtzeitig angemeldet hatte, ging leer aus. München bleibt damit der einzige Tourstopp in Deutschland. Es sind die ersten Konzerte der Band hierzulande seit 2009.

Die Route durch den Sommer 2027

Den Auftakt macht die Tour am 21. Mai im Celtic Park von Glasgow. Dort stehen fünf Konzerte an, und zwar am 21., 23., 25., 28. und 29. Mai. In der Heimatstadt Manchester folgt im Etihad Stadium der größte Block mit elf Shows zwischen dem 4. und 26. Juni. Anschließend geht es nach Kontinentaleuropa. Auf München folgen diese Stationen:

Barcelona, 10. und 11. Juli
Amsterdam, 16. und 17. Juli
Paris, Stade de France, 20. und 23. Juli
Rom, 29. und 30. Juli

Der Pariser Termin am 24. Juli fiel wegen geplanter Bahnarbeiten aus und wurde auf den 20. Juli verlegt. Im August spielt die Band sechs Konzerte in den USA, unter anderem in Boston und Las Vegas. Im September kehrt sie nach Europa zurück, mit zwei Abenden auf dem Gelände von Slane Castle in Irland am 4. und 5. September. Den Abschluss bilden sechs Konzerte in Knebworth am 11., 12., 18., 19., 25. und 26. September. Bei allen Shows tritt Richard Ashcroft als Special Guest auf.

Was Fans ohne Ticket jetzt noch tun können

Laut Berichten hat Ticketmaster für einen späteren Zeitpunkt Restkontingente sowie einen Weiterverkauf von Fan zu Fan in Aussicht gestellt. Damit sollen Interessierte eine Alternative zu teuren Angeboten auf dem Zweitmarkt haben. Die Band und ihr Umfeld mahnen zur Vorsicht vor Betrugsversuchen auf sozialen Netzwerken und Wiederverkaufsplattformen. Weitere Konzerte sollen der Ankündigung zufolge nicht mehr dazukommen.

Ein Comeback, das Rekorde jagt

Dass die Nachfrage so groß ist, überrascht nach der Rückkehr im Jahr 2025 kaum. Damals reihten sich laut Veranstalter mehr als zehn Millionen Menschen aus 158 Ländern in die Warteschlangen ein. Alle Konzerte waren ausverkauft, auf dem europäischen Festland spielte die Band seinerzeit aber gar nicht. Die Sehnsucht nach den Songs der Neunziger, die ganze Stadien mitsingen, ist offenbar ungebrochen. Mit „Live ’27“ knüpfen die Brüder daran an, und diesmal geht es auch nach Deutschland.

Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de

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Von Franz Lemmler

Franz Lemmler agiert als Autor, Redakteur und Webmaster dieser Website. Neben seiner redaktionellen Arbeit ist er Gründer und CEO von Xenopolias, dem Xenolandia Grid, Radio Xenolandia und JazzVortex.

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